Ein persönlicher Rückblick auf eine Geschichte, die viele Leserinnen durch ihre Jugendzeit begleitet hat.
🌙 Die Magie des Anfangs
Manchmal beginnt alles mit einer kleinen Idee.
Bei mir war es eine Laterne, die ich jedes Mal sah, wenn ich aus dem Fenster blickte. Sie stand verborgen hinter Bäumen und wirkte geheimnisvoll. Ich wollte unbedingt herausfinden, wo sie genau war – doch es gelang mir nie. Und so nahm alles seinen Anfang.
Meine Fantasie begann Purzelbäume zu schlagen. Ich erfand Geschichten über diese Laterne. Sie wurde von einem Jungen beschützt – stark, geheimnisvoll, aus einer anderen Welt. Dieser Junge musste zur Schule gehen und traf dort ein Mädchen. Sie freundete sich mit ihm an und half ihm, die Laterne zu beschützen. Und da war noch ein anderer Junge, der immer gehänselt wurde. Der Junge aus der anderen Welt begann auch ihn zu beschützen.
So entstand die Geschichte von Maya und Domenico.
Damals war ich zehn Jahre alt.
Ich ahnte nicht, dass mich diese Figuren über vier Jahrzehnte begleiten würden – dass sie wachsen, reifen, stolpern, aufstehen und mich lehren würden, wie tief menschliche Entwicklung gehen kann und wie stark Liebe wirklich ist.
✏️ Wie alles begann
Mit zwölf begann ich, die ersten Entwürfe zu schreiben. Ich hatte keine Ahnung, dass daraus einmal eine ganze Buchreihe werden würde. Ich wollte meinen Figuren, die bisher nur in meiner Fantasie lebten, Gestalt geben – und träumte davon, dass man eines Tages ein Buch über sie kaufen könnte.
Während meiner Teenagerzeit veränderten sich die Figuren. Der geheimnisvolle Junge bekam einen Namen – Domenico – und stammte nicht mehr aus einer anderen Welt, sondern aus Sizilien. Doch die Geheimnisse um ihn blieben. Je mehr ich ihn kennenlernte, desto deutlicher spürte ich, wie viel Schmerz und Kampf in ihm lagen.
Ich blickte ihn an, als wäre ich Maya – ein Mädchen aus einer heilen Welt, das lernen musste, dass das Leben nicht immer einfach ist. Diese Gegensätze begannen mich zu faszinieren.
Es gab viele Versuche, die Geschichte festzuhalten, viele Stadien, bis sie reifte zu dem, was sie heute ist. Zwanzig Jahre dauerte es, bis der erste Band erschien.
Damals hatten Handys noch Tasten, und Leserinnen schickten mir Briefe – per Post oder E-Mail. Ich erinnere mich an die ersten Rückmeldungen: lange Mails, handgeschriebene Zeilen, Tränen in Worten.
Viele schrieben: „Ich habe mich in Maya wiedergefunden. Endlich jemand, der so fühlt wie ich.“
Andere sagten, sie hätten in Domenico ihren eigenen Schmerz erkannt.
Nach dem ersten Band war klar: Die Geschichte musste weitergehen. Erst war eine Trilogie geplant, dann wurden es sieben Bände – schließlich neun. Und dann war Schluss.
Zumindest vorerst.
Doch die Rückmeldungen hörten nie auf. Maya und Domenico wollten nicht vergessen werden – und ihr habt sie nicht vergessen. Also klopfte ich wieder bei ihnen an, fragte, wie es ihnen heute geht. Und sie erzählten mir eine neue Geschichte – eine, die ich in drei weiteren Bänden weitergeben darf.
Denn inzwischen sind sie Eltern geworden. Und mit ihnen sind auch viele meiner Leserinnen erwachsen geworden.
Vielleicht ist das das Schönste an dieser Reise: dass sie Generationen verbindet.
Viele von euch, die Maya und Domenico als Teenager begleiteten, sind heute Mütter, Lehrerinnen oder Autorinnen. Ihr habt euer eigenes Leben, eure eigenen Kämpfe – und doch erkennt ihr euch wieder, wenn Maya und Domenico ringen, lieben, glauben, hoffen.
🌱 Wie Maya und Domenico (und ich) gewachsen sind
Mit jedem Band bin ich mitgewachsen.
Am Anfang waren Maya und Domenico Jugendliche, die lernen mussten, wer sie sind. Später wurden sie Erwachsene, die sich fragen: Wofür lebe ich eigentlich?
Ihre Themen haben sich verändert – und meine auch. Früher ging es um erste Liebe und Identität, heute um Berufung, Verantwortung, Vertrauen und Familie.
Ich glaube, das ist der Grund, warum so viele Leserinnen der Serie treu geblieben sind: weil sie diese Lebensphasen miterlebt haben.
Maya und Domenico sind älter geworden – und doch tragen sie denselben Funken in sich wie damals: die Sehnsucht nach einem Leben, das echt ist.
Das ist auch mein eigener Antrieb geblieben – ein Leben, das echt ist, mit allen Höhen und Tiefen, Freuden und Schmerzen.
Vom ersten Band bis zu Band 11 sind nochmals über zwanzig Jahre vergangen. Insgesamt begleiten mich Maya und Domenico nun seit mehr als vierzig Jahren.
💫 Warum ihre Geschichte noch nicht zu Ende ist
Und nun ist da Band 11.
In diesem Band sind Maya und Domenico auf der Flucht – nicht nur vor der Mafia, sondern auch vor sich selbst. Sie suchen nach einem neuen Anfang, nach ihrem Platz in der Welt, nach ihrer wahren Berufung – nach dem, wovon sie tief im Innern träumen.
Es ist eine Geschichte über Vertrauen, Berufung und die Frage:
Was bleibt, wenn alles andere wankt?
Ich wollte zeigen, dass Wachstum nie aufhört.
Dass Liebe kein Happy End ist, sondern eine Entscheidung – jeden Tag neu.
Dass sie sich manchmal trocken anfühlen kann.
Und dass Romantik nicht selbstverständlich ist, sondern immer wieder neu entdeckt und entfacht werden will – selbst im hektischen Alltag.
💖 Ein Dank aus tiefstem Herzen
Wenn ich heute zurückblicke, bin ich einfach dankbar.
Für jede Leserin, die diese Geschichte mitgetragen hat – von der ersten Seite an oder erst seit kurzem.
Ihr habt mitgelitten, mitgeliebt, mitgehofft. Viele von euch schreiben mir seit Jahren, manche sogar seit Jahrzehnten. Ihr seid ein Teil dieser Geschichte geworden.
Vielleicht endet eine Geschichte nie ganz, solange sie in Herzen weiterlebt.
So ist Band 11 nicht nur eine Fortsetzung, sondern auch ein Dank.
Ein leises „Wir sind noch da“ – für alle, die Maya und Domenico einst ins Herz geschlossen haben.
Darum sind Band 10 und Band 11 all jenen gewidmet, die sich gewünscht haben, dass es mit Maya und Domenico weitergeht.
